Die Schatten von Keranak

Epilog - Durch das Portal der Welten

Dein rechter Fuß und rechter Arm durchstoßen zugleich die silbrige Oberfläche des Portals. Sofort beginnt sich eine betäubende Kälte von deinen Finger- und Zehenspitzen in deinem Körper auszubreiten. Die Kälte lässt den Schmerz deiner Schnittwunde am Unterarm abrupt abklingen. Mit leichtem Druck überwindest du den leichten Widerstand des Portals und findest dich hinter der silbrigen Wand.

Im gedämpften Licht erkennst du schwache Dunstschwaden um dich herum. Mit leichtem Schwindel erkennst du die Leere unter deinen Füßen. Mit einem vorsichtigen Schritt vorwärts merkst du jedoch, dass du nicht zu fallen scheinst. Es fühlt sich eher so an, als würdest du durch feinen Sand waten.

Neben dir erscheinen deine Gefährten und erscheinen ebenso um Orientierung zu ringen. Vor dir, hinter dir, über und unter dir sind in weiter Ferne schillernde kleine Blasen zu erkennen. Obschon sie alle stumm verharren, hast du den Eindruck sie würden vor Aktivität geradezu erbeben.

Jurrgir tritt mit schwebendem Schritt neben dich und scheint etwas zu dir zu sagen. Jedenfalls öffnet sich sein Mund, jedoch kannst du keine Worte hören. Er merkt dir dein Unverständnis an und weist stattdessen mit seiner Hand auf eine Stelle auf deiner Stirn. Du verdrehst deine Augen und siehst einen dünnen milchig-weißen Faden, der aus deiner Stirn herauszukommen scheint und sich in der Weite des Raumes zu verlieren scheint. Du erkennst auch auf Jurrgirs Stirn und auf den Köpfen deiner Gefährten einen solchen Faden. Alle Fäden weisen in die gleiche Richtung.

Mit schweren Schritten folgt du zusammen mit deinen Gefährten schwebend den Fäden. Es fällt dir schwer die Zeit hier abzuschätzen, aber nach gefühlten mehreren Stunden siehst du vor euch eine der schillernden Kugeln größer werden. Eure Fäden scheinen direkt in diese Kugel hineinzuwachsen.

Nach einiger Zeit scheint es schlagartig dunkler um euch herum zu werden. Rot-schwarze Wolken wallen auf und die Kühle wandelt sich zu sengender Hitze. Du merkst, wie Haldir mit seinen Armen rudert und euren Blick auf einen Punkt weit unter euch lenken will. Dort schnellt eine große tiefschwarze Wolke, umgeben von einem Dutzend großer Schlangen heran.

Die Gestalten scheinen sich wesentlich schneller als ihr zu bewegen. Die Wolke hält auf eurer Höhe an, du kannst jedoch nichts in dieser Wolke erkennen. Die von dir für Schlangen gehaltenen Wesen sind jetzt von Näherem als Drachen erkennbar. Sie scheinen um die schwarze Wolke zu kreisen.

Hilflos musst du zuschauen, wie sich aus der Wolke fünf riesige Drachenköpfe erheben, die jeder einen eurer weißen Fäden mit ihrem Maul zerbeissen. In dem Moment als der Faden aus deiner Stirn reisst, wirst du in die Luft gerissen und trudelst mit hoher Geschwindigkeit um dich selbst drehend in Richtung der über euch sichtbaren schillernden Blase. Ab und zu kannst du sehen, dass es deinen Gefährten genauso ergeht.

Die fünf Drachenköpfe öffnen ihr Maul und rufen euch mit dröhnender Stimme hinter her: „Beim unserem nächsten Treffen, werden wir eure Seelen zerquetschen.“ Dir fällt auf, dass dies die ersten Geräusche sind, die du seit dem Durchschreiten des Portals gehört hast.

Bevor die schwarze Wolke mit den Drachen aus deinem Blickfeld schwindet hörst du sie noch brüllen:
„Willkommen auf Faerûn!“

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Kapitel 10: Im Hort des Wissens

Achtzehnter Tag im Monat Nebeling des silbernen Jahres 1214 nach dem Götterfall

Im Bereich vor der Doppeltür befanden sich einige angenagte menschliche Knochen. Über der Tür war ein Schild aufgehängt mit der Aufschrift „Hort des Wissens und der Forschung“. Im Eingangsflur der Wohnhöhle wurden die Gefährten von Speeren, die durch Schießscharten gesteckt waren, angegriffen. Sie konnten jedoch nicht herausfinden, wer ihnen einen derart herzlichen Empfang bereitete, da sie keine Möglichkeit fanden in die Räume hinter den Schießscharten zu gelangen.

Drinnen fanden die Gefährten eine vollständig ausgebaute Wohnhöhle mit Küche, Speisezimmer, Vorratskammern, einer Bibliothek und Arbeits- und Schlafräumen, die jedoch von den Bewohnern vor nicht all zu langer Zeit verlassen worden war. In fast allen Räumen zeigten sich Spuren der Verwüstung.

In einem Arbeitszimmer wurden sie von einer Riesenameise angegriffen, die gerade dabei war, einen Schreibtisch zu zerlegen. Während des Kampfes mit dem hungrigen Insekt fand Haldir in einem anderen Arbeitszimmer ein Tagebuch, in dem zwei Seiten gefüllt waren. Auf diesen zwei Seiten hatte Elias, der letzte lebende der drei Magierbrüder, die den Hort des Wissens bewohnt hatten, die Ursache des Wahnsinns und die Ergebnisse seiner Forschungen zu geeigneten Gegenmaßnahmen beschrieben.

Laut Elias‘ Aufzeichnungen hatte ein krankes Luft-Elementarwesen Besitz von seinen Brüdern ergriffen, die dadurch schleichend selbst dem Wahnsinn verfallen waren. Während der älteste Bruder sich darauf hin selbst tötete, konnte er seinen anderen Bruder gerade noch daran hindern, einen von ihm beschworenen Dämonenfürsten frei zu lassen. Allerdings hatte dieser auch ein bösartiges Feuerelementarwesen beschworen, da ihn mit seiner elementaren Flamme verbrannte.

Elias stellte daraufhin fest, dass der Wahnsinn des kranken Elementarwesens offensichtlich auch von Mensch zu Mensch übertragen wurde. In seinem Labor entwickelte er eine Heilung, fiel aber anscheinend selbst dem Wahnsinn anheim bevor der die Heilung einsetzen konnte.

In weiteren Räumen der Wohnhöhle fanden die Helden den in den Aufzeichnungen erwähnten Beschwörungskreis, in dem der Dämonenfürst gefangen war, der sie aber mit Versprechungen dazu bewegen wollte, ihn freizulassen. Die Elfin Finn Raziel, deren Kopfschmerzen immer häufiger von merkwürdigen Verhaltensweisen abgelöst wurden, fand schließlich, dass es doch eine gute Idee wäre, den Dämonen frei zu lassen. Als sie sich nicht davon abhalten ließ, überwältigten und fesselten ihre Begleiter sie, was sie rasend machte.

In einer Kammer, in der auf einem kleinen Altar eine Urne stand, trafen die Abenteurer auf den Vater der drei verstorbenen Magier. Er war auch verstorben, suchte jedoch in geisterhafter Erscheinung die Höhle heim. Während eines kurzen Kampfes mit dem Geist gelang es Agonifex Maximus und Lord Lannatar die Urne zu zerstören, was zur Auflösung des Geistes führte.

Um Finn Raziel von ihrem elementaren Wahnsinn zu heilen, entschlossen sich die Gefährten die Heilmethode aus Elias‘ Aufzeichnungen zu verwenden. Dazu mussten Sie zur Austreibung des kranken Luftelementars Finn Raziel Erd-Materie verabreichen. Sie machten sich auf die Jagd nach einem Erdelementarwesen in der Umgebung der Höhle und konnten schließlich eines finden und überwältigen.

Unter dem Einsatz leichter Gewalt wurde Finn Raziel mit einer Handvoll Steinchen aus dem Körper des Erdelementars gefüttert. Unmittelbar darauf blähte sich ihr Bauch auf und ein starker Windstoß entwich ihrem zu einem stummen Schrei aufgerissenen Mund. Der Windstoß verwandelte sich in einem mächtigen Windstrudel, der die umstehenden Gefährten durch die Luft schleuderte und angriff. Mit gezielten Treffern konnte diese das Elementarwesen zerschlagen.

Als Finn Raziel die Nachwirkungen ihres Wahnsinns abgeschüttelt hatte, traten die Helden in der Wohnhöhle in eine Kammer, die sie zuvor bei ihrer Erkundung entdeckt hatten. An der Wand dieser Kammer hing ein riesiger Spiegel, dessen Oberfläche aus flüssigem Silber zu bestehen schien: das Portal der Welten, von dem die Hexe Aeshma gesprochen hatte.

Lord Lannatar nahm die Tafel von Dapi, fügte seinem Arm einen tiefen Schnitt mit seinem Dolch zu und lies seinen Lebenssaft auf die schwarze Oberfläche der Tafel tropfen. Schon bald nahm die Oberfläche der Tafel das silbrige Aussehen des Portals an der Wand an. In der silbernen Fläche des Portals begannen sich schattenhafte Gestalten abzuzeichnen.

Mit einem entschlossenen Schritt trat Lord Jamir Lanntar von Starkfels auf das Portal zu und tauchte in die flüssige Oberfläche ein…

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Kapitel 9: Gegen den Wind des Wahnsinns

Dreizehnter Tag im Monat Nebeling des silbernen Jahres 1214 nach dem Götterfall

Nach der denkwürdigen Begegnung mit Lady Valeria von Geissler ließen die Gesandten sich Ruhegemächer geben und zogen sich zur Nachtruhe zurück. Am nächsten Morgen klagte die Elfin Finn erneut über leichte Schwindelanfälle, die sich nach einiger Zeit aber wieder legten. Haldir beschloss sich den Schild der Ordnung ein wenig genauer anzuschauen. Sobald er seinen Arm durch die erste der ledernen Schlaufen an der Innenseite des Schilde schob fühlte er ein kribbelndes Gefühl, das sich schon bald zu einer schmerzhaften Intensität steigerte.

Gleichzeitig begann die Umgebung um ihn herum zu verschwimmen und sich wie in einem Wirbel zu einem vielfarbigen Strudel zu verdrehen. Grelle Lichtblitze blendeten ihn. Als sich die Blitze gelegt hatten, sah er, dass anstelle von Lord Lannatar nun eine runzlige alte Frau mit grimmigen Blick vor ihm stand. im nächsten Moment verschwamm auch diese Gestalt vor seinen Augen und stattdessen blickte er auf ein großes Fenster aus flüssigem Glas. Durch das wabernde Fenster erblickte er nach einiger Zeit eine mächtige schwebende Krone. In diesem Moment durchfuhr ein schneidender Schmerz seinen Arm.

Haldir biss die Zähne zusammen und steckte seinen Arm durch drei weitere Schlaufen des Schildes. Die schwebende Krone verschwand und nach einem grellen Lichtblitz fand er sich in einem dichten, dunklen Wald. Im Laub zu seinen Füßen lag ein silberner Ring, der ein Gefühl der Vertrautheit ausstrahlte. Als er sich bückte, um den Ring aufzuheben, verschmolz diesem mit dem Boden, der nun statt mit Laub mit einer dicken Lehmschicht bedeckt war. Als Haldir wieder aufblickte, sah er sich einer übermenschengroßen Gestalt gegenüber, deren muskulöser Körper mit einer Vielzahl von Narben und Nähten übersät war. Die angsteinflößende Gestalt blickte den Elfen fragend an und setzte gerade an, etwas zu sagen, als ein tiefschneidender Schmerz Haldir durchfuhr, der ihn dazu brachte, seinen Arm aus den Schlingen des Schildes zu ziehen, bevor er bewusstlos zu Boden sank.

Zitternd richtete sich Haldir wieder auf. Er fühlte sich, als hätten zwei Dutzend Dolche seinen Arm bis zum Knochen durchstochen. Auch Agonifex ergriff den Schild und hatte ähnliche Visionen, mit Ausnahme des Rings. Auch er wurde von Schmerzen ohnmächtig und musste den Schild loslassen.

Während sich Haldir zur Erholung hinlegte, machte sich Lannatar auf, in der Bibliothek des verstorbenen Festungsmagiers nach Informationen über Elementarmagie zu suchen. Finn und Agonifex statteten dem Markthändler einen Besuch ab, bei dem der Festungsmagier die Kiste gekauft hatte. Finn gab sich als Gehilfin des Magiers aus und erkundigte sich beim Händler nach der Herkunft des Kästchens. Nach einigen Verhandlungen in deren Verlauf sie sich auch einen tarnenden Schleier aus Fern Vandimir zulegte, erfuhr sie vom Händler, dass er das Kästchen einer Abenteurergruppe abgekauft hatte, die es aus einer Höhle im Riesenjochgebirge geborgen hätten. Er wusste noch, dass sie ihm von einem markanten Berg in Form eines abgebrochenen Magierhuts in der Nähe der Höhle berichtet hatten. Nachdem Finn sich nicht zum Kauf einer Pelzweste aus dem Fell eines Schneeleopards aus dem Nordreich durchringen konnte, verließen Agonifex und sie den Markt.

In der Zwischenzeit wollte Lord Lannatar den irrsinnigen Kutscher im Kerker der Festung befragen. Als er dort ankam, fand er den Kutscher jedoch erhängt in der Zelle und das Gespräch mit dem tumben Kerkermeister brachte ihm ebenfalls keine Erkenntnisse. Da Agonifex mit seinem durchdringenden Blick festgestellt hatte, dass die Fürstin von Geissler von einem bösartigen Auraschatten umgeben war, beschlossen die Helden, dass der Priester von Karis-Mar mit seiner klerikalen Macht eine Austreibung bei Lady Valeria versuchen sollte. Sie trafen die Lady dabei an, wie sie gerade mit ihren Schreibern ein neues Gesetz verabschiedete, nach welchem alle Männer des Fürstentums in Zukunft am Anfang jeder Woche eine Goldmünze als Steuer zu entrichten hätten.

Als die Schreiber sich zurückgezogen hatten, ergriff Lannatar seine Tante und Agonifex wirkte seinen Austreibungszauber. Dieser schien jedoch keine Wirkung zu haben, da Lady Valeria lediglich lauthals nach ihren Wachen schrie. Als diese heran eilten, flüchteten die Helden in ihre Gemächer um ihre Ausrüstung zu sichern und zum Riesenjoch-Gebirge aufzubrechen, da sie dort die Ursache des Wahnsinns vermuteten. Im Zimmer von Agonifex kam es zu einem Aufeinandertreffen mit zwei Wachen, die von dem Priester bezaubert wurden, so dass alle flüchten konnten.

Unter der Führung der Kundschafterin Finn reisten die Abenteurer durch den Wald östlich von Geisselheim. Am dritten Tag wurden sie von drei Luftelementarwesen umkreist, die nach einiger Zeit wieder abzogen. Kurz darauf sahen sie in ihrer Nähe eine alte Hütte, die ihnen zuvor nicht aufgefallen war. Drinnen trafen sie an einer rauchigen Feuerstelle auf die alte Hexe Aeshma. Haldir, Agonifex und Lannatar erkannten in ihr die alte Frau aus der Vision des Schildes der Ordnung.

Die Sumpfhexe Aeshma war offensichtlich nicht erfreut darüber, mit den Abenteurern sprechen zu müssen. Sie sei jedoch von mächtigen Freunden der Abenteurer dazu überredet worden sich mit ihnen zu treffen. Sie sagte, dass der Name ihres Bundes, Naar‘Dramûhr, in einer alten Sprache „Feinde der Dramûhr“ bedeute, dass es jedoch im Ur-Elfischen noch einen anderen gebe, den wahren Namen. Die alte Sumpfhexe warnte die Helden, ihre Gegner, die Faindramûhr, seien ein noch mächtigerer Bund, der sich selbst als Weltenbeherrscher sähe. Auch sie hätten noch einen wahren Namen, dessen Kenntnis Macht aber auch unbeschreibliche Gefahren bergen würde. Dieser Bund hätte sich später den Namen Dramûhr gegeben, der „Drachen-Hochlords“ bedeute.

Schließlich wies sie die Gruppe noch darauf hin, dass das Portal welches sie mit der Tafel von Dapi öffnen müssten, um an die Krone der Könige zu gelangen, ganz in der Nähe sei. Dann gab Aeshma ihnen zu verstehen, dass das Gespräch beendet sei und die Abenteurer zogen weiter.

Nach einiger Zeit kamen sie zu einem Hügel in den eine doppelte Flügeltür führte. Über der Tür war ein Schild mit der Aufschrift „Hort des Wissens und der Forschung“ angebracht.

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Kapitel 8: Der rote Pfad

Neunundzwanzigster Tag im Monat Sturming des silbernen Jahres 1214 nach dem Götterfall

Nachdem die Gefährten des Bundes der Naar‘Dramûhr die verfluchte Villa verlassen hatten entdeckten sie im Zwielicht des Tals der Schatten ein rotes Leuchten an den Hängen eines fernen Gebirges. Sie beschlossen, in Richtung dieses Leuchtens zu ziehen. Nach zwei Tagen trafen sie in einem Waldgebiet auf ein Vistanilager. Es stellte sich heraus, dass es sich dabei um die selben Vistani handelte, denen sie bereits zuvor nahe der Stadt Benturan in der Provinz Keranak begegnet waren.

Die Helden suchten erneut die alte Madam Eva in ihrem Wohnwagen auf. Sie erkundigte sich nach dem Schicksal der Helden und war irritiert als sie die Aura des Schicksals von Haldir und Finn Raziel betrachtete. Sie sprach von einer Kreuzung der Gunst und war sich sicher, dass irgendetwas nicht richtig sei. Sodann teilte die alte Vistani den Gefährten mit, dass sie Glück hätten, denn der Weg durch die roten Nebel sei unter dem derzeitigen Mond sicherer als sie ursprünglich weis gesagt hatte. Sie warnte jedoch, dass der tödliche Weg nur aufgeschoben sei und die dort lauernden Gefahren weiterhin mit den Pfaden der Gruppe verwoben sei.

Dann teilte sie den Helden mit, was ihre Karten des Lebens über die nähere Zukunft prophezeiten: „Im Schicksal eures Anführers findet ihr Gefahr, aber auch den Weg, um die erste Perle der Ordnung zum leuchten zu bringen.“ In diesem Moment begannen im leeren Panzer einer Schildkröte, die auf Madame Evas Tisch lag, sechs leuchtende Punkte zu tanzen. Der Schildkrötenpanzer begann mit der Stimme von Ningaubel zu sprechen.

Der alte Schwätzer lamentierte zuerst ein wenig darüber, dass er in einer solch entwürdigenden Gestalt vor die Helden treten musste. Dann lobte er sie jedoch für das, was sie bereits erreicht hatten. Er warnte die Abenteurer jedoch auch, dass der feind inzwischen erwacht sei und bereits einen Anschlag auf das Leben der Gruppe versucht hätte. Sie sollten daher wachsam bleiben und besonders auf die Tafel von Dapi acht geben. Diese müssten sie nämlich benutzen und mit ihrer Lebenskraft aktivieren um die Tore für ihren weiteren Weg aufzustoßen. Zum Abschluss fragte er noch, wo denn die Essenz der Schatten sei, die sie ihm bringen sollten.

Bevor die Gefährten den Wohnwagen von Madam Eva wieder verließen, gab sie ihnen noch die folgenden Worte mit auf den Weg: „Verbringt die Nacht in der roten Hütte. Trefft ihr auf dem roten Pfad den Geheimnisvollen, so löst seine Rätsel. Und der unter euch, der die Vielfalt im Glauben akzeptiert und selber gläubig ist, soll die Reliquie an sich nehmen.“

Den Rest des Abends verbachten die Helden am Lagerfeuer der Vistani, wo sich die Elfen nach dem Genuss des selbstgebrannten Schnapses mit Liedern aus ihrer Heimat am fröhlichen Treiben beteiligten – besonders Finn Raziel entdeckte ganz neue Gesangstalente an sich. Währenddessen schloss Lord Lannatar Freundschaft mit ein paar Vistani und tauschte sich mit ihnen über die Fähigkeiten magischer Ringe aus.

In den frühen Morgenstunden brachen die Vistani ihr Lage ab und die Helden zogen weiter in Richtung des rötlichen Leuchtens. Während der Nachtwache wurde die Elfin Finn von drei bestialischen Wölfen angegriffen. Als sie das Alphatier jedoch durch zwei gezielte Bogenschüsse mit Yoshimirs Pfeilen noch im Angriffssprung erlegte, flohen auch die anderen Wölfe.

Am Fuße der Bergkette angekommen, an deren Hang die Helden das rote Leuchten hoch über sich sahen, machten sie sich an den Aufstieg. Nach einem Tag auf dem stetig bergauf verlaufenden Pfad erreichten sie schließlich eine im dichten Nebel liegende Holzhütte, aus deren Fenster ein grelles rotes Licht drang. Im Inneren der einfachen Hütte mit Strohmatten und einer Feuerstelle war jedoch keine Quelle des Leuchtens auszumachen.

Während der Nacht waren zischende Geräusche von außerhalb der Hütte zu hören und der Blick aus den Fenstern heraus war von wirbelnden bunten Lichtern versperrt. Nach einigen Stunden hatten sich die Geräusche und Lichter gelegt. Als die Gefährten aus der Hütte traten wurden sie von dichtem rötlich schimmernden Nebel umgeben. Sie machten sich vorsichtig auf den Abstieg auf dem Pfad, den sie am Vortag heraufgekommen waren.

Nach zwei Stunden schälte sich aus der Felswand zu ihrer linken eine Höhle über der eine silberne Welle in das Gestein eingelassen war. Der in den Fels gehauene Gang führte nach einigen hundert Metern in eine große Höhle, die von einer Vielzahl von Feuerschalen erleuchtet wurde. An den Wänden der Höhle hingen unzählige schimmernde Waffen und Rüstungen. Ein blinder Gnom mit Namen Holteer begrüßte sie und erklärte ihnen, dass er den Helden zwei Rätsel aufgeben würde. Wenn sie diese korrekt beantworten würden, sollten sie die versprochene Belohnung erhalten.

Das erste Rätsel über einen Bauern, seinen Sohn und ihr Pferd auf dem Weg zur nächsten Stadt lösten sie nach einigen Rechnungen korrekt. Das zweite Rätsel über den Wahrheitsgehalt eines Satzes versuchte Lord Lannatar aufgrund seiner Ausbildung zum Gelehrten zu lösen. Da die Gefährten jedoch nicht aufmerksam genug zugehört hatten, gaben sie die falsche Antwort. Der blinde Gnom reichte ihnen daraufhin den Schild der Ordnung, einen großen Körperschild , der auf der Vorderseite neun perlengroße Einbuchtungen mit Verbindungslinien hatte und auf der Rückseite neun lederne Halteschlaufe hatte. Haldir trat hervor und nahm den Schild in Empfang.

Nach dem Verlassen der Höhle setzten die Helden den Abstieg fort. Als sie am Fuße der Berge angekommen waren, löste sich der dichte Nebel auf und Lord Lannatar erkannte schon bald, dass die Reisegruppe sich nur wenige Meilen außerhalb von Burg Starkfels in der Provinz Keranak befanden.

Auf Burg Starkfels wurden sie vom neuen Knappen des Burgherren empfangen, dem muskulösen jungen Alerian, genannt „Der Starkmann“. Alerian war nicht nur Knappe sondern auch Truchsess der Burg. Nach einer längeren Wartezeit wurden die Gefährten schließlich zu Lord Starkfels vorgelassen. Er berichtete, dass die Hochzeit zwischen Silvana Lurender und Fredick Eichenspahn abgesagt wurde, da Lord Eichenspahn überraschend an der Rotschorfpest verstorben sei. Allerdings hätten sich die Beziehungen zum Haus Eichenspahn verschlechtert, da der alte Lord Eichenspahn sich nun in den Kopf gesetzt hätte, Lady Silvana zu heiraten. Dazu hatte er sich von seiner derzeitigen Frau losgesagt und sie in den Kerker seiner Burg werfen lassen. Darüber hinaus hatte es einen Zwischenfall zwischen den Truppen von Starkfels und denen Eichenspahns gegeben, der zu einigen verletzten Soldaten geführt hatte. Der Vater von Lord Lannatar erklärte jedoch, dass der Vater von Lady Silvana weiterhin auf Seiten von Starkfels stünde und sehr unglücklich über die Entwicklung sei.

Danach berichtete Lord Starkfels darüber, dass er sich Sorgen um seine Schwester Valeria von Geissler mache. Die verwitwete Herrscherin des Fürstentums von Geisselgrund antworte nicht mehr auf seine Boten. Da die Starkfels die nächsten Anverwandten und dadurch die nächsten in der Erbfolge seien, sollte Lord Lannatar mit seinen nichtmenschlichen Dienern nach Geisselheim reisen, die Lage klären und einen Bericht schicken.

Nach der achttägigen Reise in das südliche Grenzgebiet von Keranak kamen die Gefährten in die Kleinstadt Geisselheim, wo sie merkwürdige Ereignisse erlebten, die von fast irrsinnigen Bewohnern durchgeführt wurden. So konnten sie einen Kutscher nur mit Mühe daran hindern mit gallopierenden Pferden auf den belebten Marktplatz zu preschen.

Auf der Burg von Fürstin von Geissler erklärte ihnen der Truchsess Javadis, die Herrin würde seit einigen Wochen ein sehr merkwürdiges Verhalten an den Tag legen. Alles hatte begonnen als Pardis, das verwöhnte Pflegekind der Fürstin mit dem Burgmagier Meziar eine kleine Schatulle bei einem Händler auf dem Markt für einen horrenden Preis erstanden hatte. Die Schatulle, die Symbole des Elements Erde auf der Aussenseite aufwies, konnte nur mit magischen Mitteln geöffnet werden. Als Meziar dies gelang, entfuhr ein Wirbelwind aus dem blauen Saphir, der sich im Kästchen befand und umschloss Pardis und Meziar. Die beiden wurden daraufhin ohnmächtig. Nach zwei Tagen riss sich Meziar im Wahn die Augen aus und sprang vom höchsten Turm der Burg. Pardis ist seit diesem Tag verschwunden. Seither scheinen immer mehr Bewohner von Geisselheim dem geheimnisvollen Wahnsinn anheim zu fallen. Auch die Fürstin von Geissler benimmt sich merkwürdig und erlässt die wahnwitzigsten Gesetze.

Als Valeria von Geissler dann auf die Helden traf, zeigte sie sich erfreut wie groß ihr kleiner „Lanni“ schon geworden sei. Nach einigen anzüglichen Bemerkungen ließ sie das Pelzkleid, das sie trug zu Boden fallen, stand nackt vor den Gefährten und forderte Lord Lannatar auf, sie endlich zu bespringen. Weitere Peinlichkeiten wurden allen Beteiligten erspart als sie kurz darauf einen Schwindelanfall erlitt und bewusstlos zu Boden sank.

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Kapitel 7: Die verfluchte Villa

Siebenundzwanzigster Tag im Monat Sturming des silbernen Jahres 1214 nach dem Götterfall

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Kapitel 6: Durch den Tunnel der Schatten

Siebter Tag im Monat Sturming des silbernen Jahres 1214 nach dem Götterfall

Die Helden berichteten Prinz Dwalin von ihrem Wunsch den geheimen Zugang zum Tal der Schatten nutzen zu dürfen. Er war erstaunt über dieses Anliegen, da es selbst unter den Bewohnern von Dul‘Urich nur eine Handvoll Zwerge gäbe, die von diesem Zugang wüssten. Dieser Gang, Tunnel der Prinz Dwalin überreichte jedem Helden einen Schattenmantel. Diese magischen Umhänge waren vor vielen Jahrhunderten erschaffen worden und von den damaligen Elfen und Zwergen bei ihren Besuchen im Tal der Schatten getragen worden. Die Funktion dieser Mäntel ist jedoch über die Jahrhunderte in Vergessenheit geraten. Dann lies er von seinen Wächtern einen geheimen Eingang unter seinem Thron öffnen. Hinter diesem lag der Tunnel der Schatten, der aber ebenfalls seit Jahrhunderten nicht mehr betreten worden war.

Durch den Abstieg über ein Seil kamen die Gefährten in einen mit Zwergenkunst geschaffenen Gang dessen Steinquader mit güldenen Fugen verarbeitet waren, in regelmäßigen Abständen erleuchteten magische Fackeln den Tunnel. Nach einigen hundert Metern endete der Gang in einem steinernen Portal. Über dem Portal waren die altzwergischen Runen Raff‘Idur eingemeißelt, die „Schmiedender Hammer“ bedeuten. Einen Meter vor dem Durchgang schwebten zwei zwergische Großhammer. Am linken Rahmen des Portals fand sich die zwergische Rune für Rätsel und die Inschrift „Ich bin der Einfall des Feindes!“.

Die Gefährten sprachen ihre Antwort auf die Rätselinschrift, die leider jedoch falsch war, da „Invasion“ die korrekte Antwort gewesen wäre. Daraufhin begannen sich die Wände des Ganges langsam aufeinander zuzubewegen und die beiden schwebenden Schmiedehämmer attackierten die Helden als diese versuchten durch das Portal zu entkommen. Nachdem Agonifex und Lord Lannatar einige schwere Treffer durch die Hämmer einstecken mussten, versuchten sie durch einen Hechtsprung zwischen den Schmiedehämmer vorbeizukommen. Dies gelang dann schließlich allen, die hinter dem Portal in einem mit Lehm ausgekleideten Gang landeten, der hinter ihnen in einer soliden Wand endete. Der Magier Jurrgir bemerkte, dass sie beim Durchgang durch das Portal einen Dimensionssprung über viele Meilen absolviert hatten.

Auch der Lehmgang endete nach einigen hundert Metern vor einem Portal, dessen Rahmen aus dunklem Holz in Form von zwei Bäumen geschnitzt war und über dem die altelfische Rune Inessarud prangte, was „Sonnenauge“ bedeutet. Am rechten Rahmen des Portals fand sich diesmal die elfische Rune für Rätsel und die Inschrift „Ich bin ein Baum, dem Zähne wachsen!“. Nachdem die Helden auch hier nicht die korrekte Antwort „Kiefer“ nannten, lösten sich die beiden Bäume aus dem Rahmen des Portals und verfolgten die Helden nach dem Passieren des Durchgangs. Auf der anderen Seite fanden sie sich in einer sehr großen Höhle wieder, die von einem dichten Wald gefüllt war.

Die beiden Baumhirten des Portals griffen mit ihren langen und spitzen Ästen an. Sie teilten mächtige Treffer aus, bis sie sich plötzlich zurückzogen. Zwischen den Bäumen im Rücken der Helden war ein kleines Mädchen hervorgetreten. Sie war etwas größer als Agonifex, hatte lange braune Haare und eine grünliche Haut, die dem Anschein nach eine blättrige Struktur hatte. Sie nannte sich A‘trelessie und bezeichnete sich als Hüterin des Waldes.

Im Gespräch mit A‘trelessie erfuhren die Gefährten, dass sie schon viele Jahrhunderte diesen unterirdischen Hain bewachte. Sie war dabei als die Fain‘Dramûhr, die sie auch Drachenmagier oder Freunde der Drachen nannte, den Tunnel der Schatten und das Tal der Schatten als keranakisches Paradies für Elfen und Zwerge erschufen. Zwergische Priester von Karis-Mar und elfische Priester von Ray-Lak bannten alle bösen Schatten in diesem Gebiet und wurden zu Dienern dieses Paradieses. Einige Jahrhunderte später kamen noch die Halblinge dazu, die auch Zugang zum Tal der Schatten erhielten. Dann stießen sie in ihrem Tunnelheim auf etwas Geheimnisvolles. Es wurden wichtige Konferenzen der mächtigsten Zwerge und Elfen einberufen. Dann hörte A‘trelessie nichts mehr und plötzlich kamen keine Reisenden mehr durch den Tunnel der Schatten. Die Gefährten waren die ersten Besucher, die sie seit einer sehr langen Zeit zu Gesicht bekam.

Die Helden ruhten sich im Hain der Dryade aus und wurden von ihr dann zum Portal am Ende der Höhle geführt. Dieses Portal schien aus Metall gegossen und stellte große Flammen dar, die an den Pfosten der Öffnung empor züngelten. Über dem Tor war die zwergische Rune Ol‘Pexint, glühendes Erz, eingeritzt. Am Portal war das Rätsel „Ich bin blind und habe doch 21 Augen!“ zu lesen. Als die Helden die korrekte Antwort „Würfel“ genannt hatten, konnten sie unbehelligt durch das Portal schreiten.

Sie kamen in einen kühlen Gang, der nahezu fugenlos aus weißem Marmor gestaltet war. Auch hier befand sich nach einigen hundert Metern ein erneutes Portal, das den elfischen Namen Lifftass trug, was in der Menschensprache „Eisige Luft“ bedeutet. Das hier vorgefundene Rätsel lautete: „Ich bin nass, auch wenn ich trocken bin. Ich werde viel gelesen. Ich werde mit Füßen getreten. Ich bin rot oder weiß.“ Auch dieses Portal konnte die Gruppe durch die Nennung der korrekten Antwort „Wein“ problemlos durchschreiten.

Der Durchgang führte in die große Halle Dramâhr‘oll, die „Halle der Götter“. Hier fanden sich Statuen der alten Götter, wobei sieben von ihnen im Halbrund auf Podesten standen, während die Statuen von Karis-Mar und Ray-Lak etwas abgesetzt im Vordergrund positioniert waren. Ein Podest war leer und der angehende Gelehrte der Gruppe, Lord Lannatar, konnte nach einiger Zeit feststellen, dass die Statue von Eleroth fehlte. Die Gefährten gaben Goldmünzen in die Opferschalen vor den Statuen und begaben sich zum Ausgangsportal aus dieser Halle. Dieses Portal hatte die Form eines riesigen Mundes, der sich bewegte und zu ihnen sprach: „Nennt eure größte Angst und tretet ein!“. Dann blieb er weit offen stehen. Lord Lannatar sagte „Angst, in den Augen meines Vaters zu versagen“, Finn Raziel sagte „Angst, die Heimat nie wieder zu sehen“, Agonifex sagte „Angst, in Ungnade von Karis-Mar zu fallen“, Haldir sagte „Angst vor dem Tod“ und Jurrgir sagte „Angst vor dem Licht“. Damit traten alle durch das letzte Portal des Tunnels der Schatten.

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Kapitel 5: Der Kampf gegen Kalak

Sechsundzwanzigster Tag im Monat Ernte‘ley des silbernen Jahres 1214 nach dem Götterfall

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Kapitel 4: Durch das Laridianische Ödland

Achtzehnter Tag im Monat Ernte‘ley des silbernen Jahres 1214 nach dem Götterfall

Im Unterreich von Dul‘Urich waren die Hallen von Osttor von Reisenden und Händlern überfüllt, da dieser Höhlenbereich vor vier Zehntagen durch einen Erdstoß und den darauf folgenden Höhleneinsturz vom Rest des Unterreichs abgetrennt worden war. Die zwergischen Wächter von Osttor berichteten davon, dass die Weise Axt von Dul‘Urich, Prinz Dwalin mit der Blutgarde, seinen königlichen Kriegern, in die Wüste des Laridianischen Ödlands aufgebrochen war, um einen alternativen Weg über die Berge zu finden.

Durch einen Besuch bei dem alten elfischen Hexer Tamariel konnte Finn Raziel etwas über ihren neuen Gefährten, das Irrlicht Inea erfahren. Diese in elfischer Sprache Seon genannten Irrlichte waren in uralten Zeiten die Begleiter der elfischen Adligen. Es ist nicht mehr viel über diese eigenartige Lebensform überliefert, da sie irgendwann als ausgestorben galten und nahezu alle Aufzeichnungen verloren gegangen sind. Tamariel erkannte jedoch, dass das Seon eine krude Form der alt-elfischen Sprache zur Kommunikation nutzt und gab Finn Raziel einen Zaubertrank, der ihr beim Erlernen dieser Sprache helfen sollte. Danach ließ Agonifex noch seinen Plattenpanzer mit Runemagie aufladen.

Bei einem Treffen mit dem Herold Gal‘Kut, dem Vertreter der Macht während der Abwesenheit der Weisen Axt von Dul‘Urich, erfuhren die Abenteurer vom katastrophalen Ausgang der Expedition von Prinz Dwalin. Nur ein Teilnehmer der Expedition war zurückgekehrt und dies obendrein in einem fortgeschrittenen Zustand der geistigen Verwirrung. Er berichtete von Angriffen auf den Schwingen des Todes und einem zerstörerischen Angriff auf den Verstand der Zwerge. Die zwergischen Heiler von Dul‘Urich fanden heraus, dass Teile der Seele des heimgekehrten Zwerges aus seinem Körper gerissen wurde. Aus ihren Erkenntnissen schufen sie einen Abwehrzauber gegen diese geistige Zerstörung, mit dessen Hilfe sie Abwehr-Amulette schufen. Gal‘Kut bat die Abenteurer, sich gegen Zahlung einer Belohnung auf die Suche nach Prinz Dwalin und seinen Begleitern zu machen.

So zogen sie dann zusammen mit dem zwergischen Kundschafter Ge‘of durch das Laridianische Tor in die heiße Wüste des Laridianischen Ödlands. Dort mussten die Helden nicht nur mit den extremen Witterungsverhältnissen kämpfen, sondern sahen sich auch Angriffen von Wüstenwölfen und Riesenskorpionen ausgesetzt. Nach einigen Tagen kamen sie zu dem vermutlich letzten Rastplatz von Prinz Dwalins Truppe. Dort gab es keine Spuren eines Kampfes, jedoch wurde das Lager augenscheinlich verlassen und alle Ausrüstungsgegenstände zurück gelassen. Die Spuren verloren sich schon bald im Sand der Wüste.

Als die Helden unter Führung von Lord Lannatar weiter gen Norden zogen, entdeckten sie am Horizont einen Schwarm großer Vögel, die kleine Gestalten in den Klauen zu halten schienen. Es stellte sich heraus, dass es sich dabei um Harpyien handelte, die elfische Kinder bei sich trugen. In einem harten Kampf wurden die magiebegabten Vogelweiber schließlich von den Helden besiegt und die elfischen Kinder gerettet. Diese waren aus einem nahe liegenden Klippendorf von Wüstenelfen entführt worden. Als Befreier der Kinder wurden die Abenteurer vom Anführer der Wüstenelfen unter den Schutz des Elfendorfes gestellt. Von ihm erfuhren sie auch, dass es einige Tagesreisen nördlich des Klippendorfes einen unscheinbaren Pass durch das Gebirge gab, der von einer alten Festung bewacht wurde. In der Hoffnung, dort die vermissten Zwerge zu finden, brachen die Helden auf.

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Kapitel 3: Die Mädchen von Moordoth

Dritter Tag im Monat Ernte‘ley des silbernen Jahres 1214 nach dem Götterfall

Durch das Loch betraten die Helden den Hügel. Dort befand sich ein Gangsystem gepflastert mit sehr sorgfältig ausgeführten Steinmetzarbeiten und tragenden Holzbalken. In der Ferne war ein irres Kreischen zu hören und ein Hauch von Verwesung lag in der Luft.

In einer Grabkammer fanden sie neben drei geöffneten Sarkophagen einen verschlossenen, in dem ein Ghul gefangen war. Nach kurzem Kampf begruben die Helden den Ghul erneut in seinem Grab. In einem Raum voller Knochen wurden sie von katzengroßen Schreckensratten angegriffen. Hinter einer Geheimtür fanden sie zwei rotlackierte Plattenpanzer und eine Kammer war voller verschimmelter Gemälde. Eine ebenfalls vorhandene Trophäenkammer bestand aus Dutzenden von ausgestopften Tierköpfen, die als Untote wütend versuchten von ihren Befestigungsplatten zu entkommen.

Angeführt von Lord Jamir drang die Gruppe weiter ins Innere der Gruft ein. So kamen sie in eine Kapelle mit Bänken und einem leeren Altar. In der dahinter liegenden Kammer fanden sie Regale voller alter Bücher. Die Muster im Boden der Kammer erkannte die Kundschafterin Finn Raziel als das Abbild einer Sternenkonstellation. Während sich der Magier Jurrgir in einen aufgeschlagen daliegenden Folianten vertiefte, gingen Jamir und Finn Raziel zum Eingang des Hügels um den derzeitigen Stand des Sternenhimmels zu überprüfen. Dabei stießen sie jedoch auf drei umher stromende Ghule. Sie flüchteten in die Kapelle, wo sie sich im Kampf den Ghulen stellten und sie erschlugen nachdem diese einige der Helden mit ihren Klauen gelähmt hatten.

Jurrgir fand heraus, dass das Buch einen nekromantischen Zauber zur Erschaffung von Untoten enthielt. Wie sich später herausstellen sollte, war dieser Zauber genutzt worden, um die Kammer mit einem Ritualzauber zu versehen. Sobald eine bestimmte Sternenkonstellation eintrat, sollten die Leichen dieser Gruft sich als untote Wesen erheben und Schrecken verbreiten. So war aus der hier beerdigten frommen Familie und ihrer Diener eine Bande von Ghulen geworden.

In der Schatzkammer der Gruft lauerten fünf Ghule, welche sich um die Leber einer toten Kuh stritten. Im Kampf schalteten die Ghule mit ihrem Todesgriff einige der edlen Recken aus und wurden erst nach zähem Ringen erledigt. Als sich die Helden nach dem Kampf ausruhten und die in der Kammer verstreuten Silberschätze durchsuchten, erschienen plötzlich erneut die geisterhaften Gestalten von sechs an Pfähle gefesselten Frauen. Sie stöhnten vor Schmerz und hatten Angst vor der Anwesenheit eines Drachen.

Als die Helden sie ansprachen, erfuhren sie von ihnen die Wahrheit über die Ereignisse in jener Nacht vor fünfzehn Jahren und die Taten der „Helden von Moordoth“. Die Männer des Dorfes waren dem Drachen begegnet, der das Dorf seit einigen Nächten terrorisierte. Er forderte von ihnen die Opferung der Frauen des Dorfes, andernfalls drohte er sie alle zu töten. Daraufhin kehrten sie ins Dorf zurück und behaupteten, sie hätten den Drachen erschlagen. Während des Freudenfests am folgenden Abend lockten sie einige Frauen auf den nahegelegenen Hügel und betäubten sie mit vergiftetem Wein. Als der Drachen kam, hatten sie die benommenen Frauen an Pfähle gefesselt. Er fraß die Frauen und wollte sich anschließend über die Männer hermachen. Allerdings hatten die Männer zufällig ein Gift zur Betäubung der Frauen verwendet, welches in der hohen Konzentration eine tödliche Wirkung auf den Drachen hatte. Die Männer beschlossen, den Drachenkadaver zu verstecken und niemals über die wahren Ereignisse dieser Nacht zu sprechen. So kehrten sie ins Dorf zurück, wo die Frauen als verschwunden galten.

Die Geister der Mädchen von Moordoth waren durch die besondere Sternenkonstellation und das magische Ritual im Herzen des Hügels zu untotem Leben erweckt worden. Sie teilten den Helden mit, dass sie nur zur Ruhe kommen würden, wenn die Schuldigen von damals, die heute das Amt der Dorfältesten ausübten, ihre Schuld öffentlich eingestehen würden. Kurz darauf erklang lautes Drachengebrüll und die Geistermädchen lösten sich in Luft auf.

Unter den Grabbeigaben in der Gruft befand sich auch eine kleine Holzkiste mit elfischen Runen. Jamir erkannte diese als altelfische Schrift, deren Bedeutung jedoch keiner der Helden entziffern konnte. Als Finn Raziel die Kiste öffnete fand sich darin ein schwarzer Samtbeutel, in dem sich ein kleiner leuchtender Funke befand. Dieser schwebte heraus und ließ sich im Münzenbeutel der Elfin nieder. Offensichtlich war dies ein elfisches Irrlicht, das sich von Goldmünzen nährte. Nachdem es sich an zwei Münzen gestärkt hatte, schwebte es nun heller strahlend zur Schulter der Elfin und versteckte sich in ihrem Haar.

Als die Charaktere darauf nach Moordoth zurückkehrten, hatte sich auf dem nächtlichen Marktplatz eine Menschenmenge versammelt in deren Mitte Michel Eisenfaust dabei war seine ghulische Frau aus dem Käfig zu befreien. Lord Jamir versuchte Michel davon abzuhalten, während er gleichzeitig die Dorfältesten öffentlich ihrer schändlichen Tat beschuldigte. Im entstehenden Tumult erschoss Haldir eine unschuldige Bauersfrau mit seinem Bogen.

Da Michel sich nicht von seinem Racheplan abhalten lassen wollte, näherte sich Agonifex mit festem Willen und seinem Heiligen Symbol von Karis-Mar dem Käfig. Die ghulische Frau wich kreischend zurück und entwickelte aus Angst vor Karis-Mars Aura solche Kräfte, dass sie den Käfig zerstörte und verfolgt von Michel in die Nacht flüchtete.

In dem Moment, in dem Elwin zusammen mit den übrigen Dorfältesten den Dorfbewohnern von den Ereignissen der Nacht berichtete und sie alle ihre Schuld eingestanden war ein leises Heulen zu hören und grüne Lichtstrahlen zu sehen, die in einiger Entfernung in den Himmel schossen.

Noch am gleichen Abend legten alle Dorfältesten ihr Amt als Führer von Moordoth nieder. Am nächsten Morgen bat eine Delegation des Dorfes Lord Jamir und Agonifex anstelle der Dorfältesten die Führer von Moordoth zu werden. Obschon Agonifex nicht abgeneigt schien, erklärte Jamir den Dorfbewohnern, dass sie sich zwar geschmeichelt fühlten ob des ihnen angetragenen ehrenvollen Amtes, sie aber eine größere und wichtigere Aufgabe zu erfüllen hätten, die ihre Anwesenheit in anderen Gebieten der Königreiche von Keranak erforderten.

So machten die Helden sich auf den Weg zum Unterreich von Dul‘Urich. Nach kurzen Aufenthalten in Rinsik, der Stadt der drei Wasserfälle – wo Agonifex ein starkes Gefühl der Geborgenheit verspürte – und Durin trafen die Helden am Abend vor ihrer Ankunft im Hafenstädtchen Benturan in einem Waldgebiet auf das Lager einer kleinen Gemeinschaft von Vistanis. Diese Wanderer zwischen den Kulturen boten ihnen einen Platz an ihrem Lagerfeuer für diese Nacht.

Die alte Madame Eva begrüßte die Helden mit Namen und teilten ihnen mit, dass ihr vorausgesagt worden war, dass ihre Pfade sich kreuzen würden. Sie bestand darauf, einen Blick in die Zukunft der Helden zu werfen. Dazu musste jeder die Knochenwürfel des Lebens werfen und das Symbol wählen, welches die größte Bedeutung in seinem Leben spielte.

Haldir warf die Rune des Waldes. Er erklärte, dass der Wald für ihn Heimat bedeute und immer eine vorteilhafte Rolle in seinem Leben gespielt hatte. Auf seinem bisherigen Lebensweg hatte er alles wichtige im Leben vom Wald und seinen Bewohnern gelernt. Madame Eva schaute ihm in die Augen und verkündete, dass sich die Bedeutung des Waldes in seinem Leben umkehren würde. In ihren schwarzen Würfeln des Schicksals erkannte sie, dass in einer waldigen Umgebung der Tod auf Haldir warten würde und dort seine derzeitige Existenz zerstört würde.

Agonifex wählte das Symbol des Diadems. Er sah darin ein herrschaftliches Symbol, welches für seine Göttin Karis-Mar stehe. Sie beherrsche alles und er diene ihr gerne und mit seinem ganzen Leben. Madame Eva bestätigte ihm dies nach einem Blick auf ihre Würfel des Schicksals, da das Diadem für Macht und Ruhm stehe. Sie prophezeite Agonifex, er solle das Diadem finden und nutzen, um den Ruhm Karis-Mars zu mehren. Noch ruhe es in Ruinen unter Wasser, aber es würde ihm bei seinen zukünftigen Aufgaben zusätzliche Macht verleihen.

Als Finn Raziel den geöffneten Käfig warf, fühlte sie sich an Ereignisse der Vergangenheit erinnert. In ihrer Heimat fühlte sie sich eingesperrt, sie sah sich als beengt in ihrem Leben durch ihre Familie. Gesellschaftliche Zwänge nötigten ihr eine Rolle als elfisches Weib auf, welche sie nicht ausfüllen wollte. Deshalb war ihr Aufbruch aus Arimira in die weite Welt wie ein Ausbruch aus einem geschlossenen Käfig gewesen. Mit traurigen Augen blickte Madame Eva auf ihre Würfel des Schicksals und erklärte Finn Raziel, dass dies ein schlechtes Omen sei. Sie würde schon bald den Tod finden an einem Ort fern der Heimat, der für sie wie ein Käfig sei. Sie warnte Finn Raziel, dass sie sich vor Burgen und herrschaftlichen Anwesen hüten solle.

Lord Starkfels‘ Würfel zeigte die Burg. Für ihn repräsentierte dies den besten Ort, den man sich vorstellen kann. Er sah darin Burg Starkfels, seinen sicheren Heimathafen. Die Burg seines Vaters stand für Ruhm und Ehre. Die alte Vistaniwahrsagerin mahnte ihn rechtzeitig an seinen Heimatort zurückzukehren. Sie sagte, es gebe einen übernatürlichen Weg, der ihm das ermöglichen würde, egal wie knapp die Zeit sei. Der rote Pfad durch den Nebel stünde ihm offen. Jedoch würde dann auch eine schwere Entscheidung auf ihm lasten, die über das Leben seiner Gefährten entscheiden könne.

Als Jurrgir zu den Würfeln des Lebens greifen wollte hielt Madame Eva ihn auf. Sie blickte ihn mit ihren durchdringenden Augen an und erklärte, er solle die Würfel nicht werfen. Sie wisse, dass er gerade eine Entwicklung durchlaufe, die sein weiteres Leben bestimmen werde. Sie wünschte ihm Glück und erklärte, die Vistani würden das Gefühl des Aussenseiters kennen.

Ermüdet schickte Madame Eva sie dann zu ihrem Nachtlager zurück. Am nächsten Tag brachen die Vistani noch vor Tagesanbruch ihr Lager ab und die Helden ritten weiter nach Benturan, wo sie auf einem Fährschiff die zweitägige Überfahrt über das Meer der Steine zum Osttor von Dul‘Urich unternahmen.

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Kapitel 2: Das Duell im Morgengrauen

Erster Tag im Monat Ernte‘ley des silbernen Jahres 1214 nach dem Götterfall

Im Morgengrauen des nächsten Tages standen sich Lord Jamir Lannatar von Starkfels und Lord Fredick von Eichenspahn zum Duell im frühherbstlichen Nebel gegenüber. Freiherr Arrak Lurender, der Vater Silvanas wurde zum Schiedsrichter des Duells erkoren. Mit Schwert und Schild bewaffnet droschen die beiden unter den Augen von Jamirs Vater und den Soldaten aufeinander ein. Zu Beginn drängte Lord Fredick den zurückhaltend agierenden Jamir mit mächtigen Schlägen zurück. Als Jamir jedoch Fredick mit einem geschickten Manöver entwaffnete, zog dieser einen mit einer klebrigen Paste präparierten Dolch und stach Jamir in den Oberarm, der sofort taub wurde. Daraufhin drosch Jamir mit wütenden Hieben auf Fredick ein und schlug ihn zu Boden. Nur knapp konnte Fredick einem tödlichen Stoß Jamirs ausweichen. Den darauffolgenden Schlägen konnte er jedoch nur noch wenig entgegensetzen und wurde schließlich vom einarmig kämpfenden Jamir bewusstlos geschlagen.

Freiherr Lurender gratulierte Lord Jamir zum Sieg in diesem Duell um die Ehre seiner Tochter. Als der geschlagene Fredick vom Duellplatz geschleppt wurde, näherte sich Lady Silvana noch einmal Jamir und drohte ihm, dass diese ganze Angelegenheit noch ein Nachspiel für ihn haben würde. Freiherr von Starkfels lobte seinen Sohn für den guten Kampf, wies ihn jedoch an, an der Hochzeit von Fredick und Silvana, die in drei Zehntagen am letzten Tag des Monats Ernte‘ley stattfinden sollte, teilzunehmen.

Die Helden beschlossen, sich sofort auf den Weg zum Unterreich von Dul‘Urich zu machen. Das von dem Magier Ollver gestohlene Pferd ersetzten sie durch Lord Fredicks Prachtstute. Finn Raziel machte sich dazu mithilfe eines Zaubertranks unsichtbar und ritt mit dem Pferd von dannen. Die verfolgenden Wachen wurden von ihren Mitstreitern in die Irre geführt. Die Elfin ritt fortan auf der Stute und die beiden Elfen Haldir und Jurrgir teilten sich den Rücken von Finn Raziels Pferd.

So erreichten die Helden nach einem forcierten Tagesritt mit Anbruch der Abenddämmerung das Dorf Moordoth. Diese Siedlung ist als „Dorf der Helden“ in der gesamten Provinz Keranak bekannt. Die Barden singen noch heute Lieder vom heldenhaften Kampf, den die Männer von Moordoth vor fünfzehn Jahren erfolgreich gegen einen Drachen geführt hatten. Heute ist Moordoth ein kleiner Flecken, der von Durchreisenden zur Rast genutzt wird. Die Helden kamen mit den ersten Regenschauern eines heftigen Sturmes an und suchten Schutz im belebten Gasthof des Ortes.

Das Abendmahl wurde jäh unterbrochen als plötzlich die Temperatur im Raum um einige Grad kälter wurde und geisterhafte Erscheinungen auftraten. Mehrere junge Frauen, die einen garstigen grünen Schleim absonderten, erschienen vor dem Tisch der Dorfältesten und schrieen mit schriller Stimme: „Die Hügel rühren sich, Moordoth, und schon bald werdet ihr den Zorn der Bewohner zu spüren bekommen!“ Danach lösten sich die Frauen langsam in Luft auf.

Elwin, der Vorsteher der Dorfältesten, berichtete den Helden, dass die geisterhaften Mädchen in den letzten Tagen häufiger gesichtet wurden und dass drei Dorfbewohner von einer unbekannten Bestie ermordet wurden. Er bat sie, der Sache auf den Grund zu gehen und versprach dafür eine Belohnung von 200 Goldmünzen. Er erzählte vom Mädchenhügel, auf dem vor Jahren der Drache erschlagen wurde, der zwei Stunden Fußweg vom Dorf entfernt lag.

Als Lord Jamir meinte ein Geräusch gehört zu haben und vor das Gasthaus in den Regensturm trat, wurde er von einem leichenhaften, klauenbewehrten Wesen angefallen. Der Ghul schlug ihm seine messerscharfen Klauen ins Genick, woraufhin er gelähmt zu Boden fiel. Glücklicherweise kamen seine Gefährten in dem Moment dazu als der Ghul ihm die Kehle zerbeissen wollte. Agonifex zerteilte das untote Wesen daraufhin mit seiner Großaxt und Jurrgir verbrannte den Leichnam mit seinem magischen Feuer. Auf dem Friedhof stellten sie fest, dass aus zwei Gräbern der drei getöteten Dorfbewohner die Leichen dem Grab entstiegen waren.

Am nächsten Morgen machten sie sich auf den Weg zum Mädchenhügel. Unterwegs trafen sie auf den Schmied Michel Eisenfaust, der seine Frau Anna, die zum Ghul geworden war, in einem Käfig nach Moordoth bringen wollte, um die Bewohner für ihre Niedertracht zu bestrafen. Er behauptete, seine Frau, die früher Schreiberin des Ältestenrats gewesen war, hätte Aufzeichnungen gefunden, welche die moralische Verkommenheit des Dorfes bewiesen hätten. Die Helden konnten ihn überreden, bis zum Sonnenuntergang mit seinen Racheplänen zu warten, damit sie ihm die Unschuld der Dorfbewohner nachweisen könnten.

Nach einer weiteren Begegnung mit einer Wildpferdherde, die von einem irren Goblin in panische Flucht versetzt wurde, erreichten sie den Mädchenhügel. Dort stellten sie fest, dass sich etwas von innen heraus den Weg nach draußen gegraben hatte. Auf dem Hügel erschienen die Geister von sechs Frauen, die an Pfähle gefesselt waren. Sie schrieen vor Angst und verschwanden nach dem Aufflackern eines hellen Blitzes, der von einem an das grummelnde Knurren einer Bestie erinnernden Donner gefolgt wurde.

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