Die Schatten von Keranak

Kapitel 4: Durch das Laridianische Ödland

Achtzehnter Tag im Monat Ernte‘ley des silbernen Jahres 1214 nach dem Götterfall

Im Unterreich von Dul‘Urich waren die Hallen von Osttor von Reisenden und Händlern überfüllt, da dieser Höhlenbereich vor vier Zehntagen durch einen Erdstoß und den darauf folgenden Höhleneinsturz vom Rest des Unterreichs abgetrennt worden war. Die zwergischen Wächter von Osttor berichteten davon, dass die Weise Axt von Dul‘Urich, Prinz Dwalin mit der Blutgarde, seinen königlichen Kriegern, in die Wüste des Laridianischen Ödlands aufgebrochen war, um einen alternativen Weg über die Berge zu finden.

Durch einen Besuch bei dem alten elfischen Hexer Tamariel konnte Finn Raziel etwas über ihren neuen Gefährten, das Irrlicht Inea erfahren. Diese in elfischer Sprache Seon genannten Irrlichte waren in uralten Zeiten die Begleiter der elfischen Adligen. Es ist nicht mehr viel über diese eigenartige Lebensform überliefert, da sie irgendwann als ausgestorben galten und nahezu alle Aufzeichnungen verloren gegangen sind. Tamariel erkannte jedoch, dass das Seon eine krude Form der alt-elfischen Sprache zur Kommunikation nutzt und gab Finn Raziel einen Zaubertrank, der ihr beim Erlernen dieser Sprache helfen sollte. Danach ließ Agonifex noch seinen Plattenpanzer mit Runemagie aufladen.

Bei einem Treffen mit dem Herold Gal‘Kut, dem Vertreter der Macht während der Abwesenheit der Weisen Axt von Dul‘Urich, erfuhren die Abenteurer vom katastrophalen Ausgang der Expedition von Prinz Dwalin. Nur ein Teilnehmer der Expedition war zurückgekehrt und dies obendrein in einem fortgeschrittenen Zustand der geistigen Verwirrung. Er berichtete von Angriffen auf den Schwingen des Todes und einem zerstörerischen Angriff auf den Verstand der Zwerge. Die zwergischen Heiler von Dul‘Urich fanden heraus, dass Teile der Seele des heimgekehrten Zwerges aus seinem Körper gerissen wurde. Aus ihren Erkenntnissen schufen sie einen Abwehrzauber gegen diese geistige Zerstörung, mit dessen Hilfe sie Abwehr-Amulette schufen. Gal‘Kut bat die Abenteurer, sich gegen Zahlung einer Belohnung auf die Suche nach Prinz Dwalin und seinen Begleitern zu machen.

So zogen sie dann zusammen mit dem zwergischen Kundschafter Ge‘of durch das Laridianische Tor in die heiße Wüste des Laridianischen Ödlands. Dort mussten die Helden nicht nur mit den extremen Witterungsverhältnissen kämpfen, sondern sahen sich auch Angriffen von Wüstenwölfen und Riesenskorpionen ausgesetzt. Nach einigen Tagen kamen sie zu dem vermutlich letzten Rastplatz von Prinz Dwalins Truppe. Dort gab es keine Spuren eines Kampfes, jedoch wurde das Lager augenscheinlich verlassen und alle Ausrüstungsgegenstände zurück gelassen. Die Spuren verloren sich schon bald im Sand der Wüste.

Als die Helden unter Führung von Lord Lannatar weiter gen Norden zogen, entdeckten sie am Horizont einen Schwarm großer Vögel, die kleine Gestalten in den Klauen zu halten schienen. Es stellte sich heraus, dass es sich dabei um Harpyien handelte, die elfische Kinder bei sich trugen. In einem harten Kampf wurden die magiebegabten Vogelweiber schließlich von den Helden besiegt und die elfischen Kinder gerettet. Diese waren aus einem nahe liegenden Klippendorf von Wüstenelfen entführt worden. Als Befreier der Kinder wurden die Abenteurer vom Anführer der Wüstenelfen unter den Schutz des Elfendorfes gestellt. Von ihm erfuhren sie auch, dass es einige Tagesreisen nördlich des Klippendorfes einen unscheinbaren Pass durch das Gebirge gab, der von einer alten Festung bewacht wurde. In der Hoffnung, dort die vermissten Zwerge zu finden, brachen die Helden auf.

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Knochenmann

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