Die Schatten von Keranak

Epilog - Durch das Portal der Welten

Dein rechter Fuß und rechter Arm durchstoßen zugleich die silbrige Oberfläche des Portals. Sofort beginnt sich eine betäubende Kälte von deinen Finger- und Zehenspitzen in deinem Körper auszubreiten. Die Kälte lässt den Schmerz deiner Schnittwunde am Unterarm abrupt abklingen. Mit leichtem Druck überwindest du den leichten Widerstand des Portals und findest dich hinter der silbrigen Wand.

Im gedämpften Licht erkennst du schwache Dunstschwaden um dich herum. Mit leichtem Schwindel erkennst du die Leere unter deinen Füßen. Mit einem vorsichtigen Schritt vorwärts merkst du jedoch, dass du nicht zu fallen scheinst. Es fühlt sich eher so an, als würdest du durch feinen Sand waten.

Neben dir erscheinen deine Gefährten und erscheinen ebenso um Orientierung zu ringen. Vor dir, hinter dir, über und unter dir sind in weiter Ferne schillernde kleine Blasen zu erkennen. Obschon sie alle stumm verharren, hast du den Eindruck sie würden vor Aktivität geradezu erbeben.

Jurrgir tritt mit schwebendem Schritt neben dich und scheint etwas zu dir zu sagen. Jedenfalls öffnet sich sein Mund, jedoch kannst du keine Worte hören. Er merkt dir dein Unverständnis an und weist stattdessen mit seiner Hand auf eine Stelle auf deiner Stirn. Du verdrehst deine Augen und siehst einen dünnen milchig-weißen Faden, der aus deiner Stirn herauszukommen scheint und sich in der Weite des Raumes zu verlieren scheint. Du erkennst auch auf Jurrgirs Stirn und auf den Köpfen deiner Gefährten einen solchen Faden. Alle Fäden weisen in die gleiche Richtung.

Mit schweren Schritten folgt du zusammen mit deinen Gefährten schwebend den Fäden. Es fällt dir schwer die Zeit hier abzuschätzen, aber nach gefühlten mehreren Stunden siehst du vor euch eine der schillernden Kugeln größer werden. Eure Fäden scheinen direkt in diese Kugel hineinzuwachsen.

Nach einiger Zeit scheint es schlagartig dunkler um euch herum zu werden. Rot-schwarze Wolken wallen auf und die Kühle wandelt sich zu sengender Hitze. Du merkst, wie Haldir mit seinen Armen rudert und euren Blick auf einen Punkt weit unter euch lenken will. Dort schnellt eine große tiefschwarze Wolke, umgeben von einem Dutzend großer Schlangen heran.

Die Gestalten scheinen sich wesentlich schneller als ihr zu bewegen. Die Wolke hält auf eurer Höhe an, du kannst jedoch nichts in dieser Wolke erkennen. Die von dir für Schlangen gehaltenen Wesen sind jetzt von Näherem als Drachen erkennbar. Sie scheinen um die schwarze Wolke zu kreisen.

Hilflos musst du zuschauen, wie sich aus der Wolke fünf riesige Drachenköpfe erheben, die jeder einen eurer weißen Fäden mit ihrem Maul zerbeissen. In dem Moment als der Faden aus deiner Stirn reisst, wirst du in die Luft gerissen und trudelst mit hoher Geschwindigkeit um dich selbst drehend in Richtung der über euch sichtbaren schillernden Blase. Ab und zu kannst du sehen, dass es deinen Gefährten genauso ergeht.

Die fünf Drachenköpfe öffnen ihr Maul und rufen euch mit dröhnender Stimme hinter her: „Beim unserem nächsten Treffen, werden wir eure Seelen zerquetschen.“ Dir fällt auf, dass dies die ersten Geräusche sind, die du seit dem Durchschreiten des Portals gehört hast.

Bevor die schwarze Wolke mit den Drachen aus deinem Blickfeld schwindet hörst du sie noch brüllen:
„Willkommen auf Faerûn!“

Comments

Toto, ich habe das Gefühl, wir befinden uns nicht mehr in Kansas

Haben wir uns verflogen?

 

Hmm, ja,ich habe auch das Gefühl hier gibt es so viele Verliese & Drachen. Und irgendwie scheint es in dieser Stadt hier nie Winter zu sein…

Knochenmann

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